11.05.2016

Feierliche Eröffnungsfeier an der HTL Hallsta

Mit einem feierlichen Festakt an der HTL-Hallstatt wurden insgesamt 5.600 m² neue oder adaptierte Räumlichkeiten ihrer Bestimmung übergeben. Architektonisch haben die Neubauten bereits jetzt schon für Diskussion gesorgt.

Mehr als glücklich zeigte sich der Direktor der Holz-HTL in Hallstatt, HR Mag. Jörg Zimmermann, als er aus den Händen der Bundesimmobiliengesellschaft und des Unterrichtsministeriums den symbolischen Schlüssel für die in mehr als 4 Jahren errichteten Um- und Neubauten der Schule übernehmen durfte. In einer Feierstunde wurde die Dimension des nun realisierten Bauvorhabens geschildert. Vor rund 12 Jahren wurde mit den ersten Überlegungen begonnen. Im Jahr 2009 ging das Architekturbüro „riccione“ als Sieger aus 34 Einreichungen hervor und 2012 konnte mit der ersten Bauetappe begonnen werden. Im Ortsteil Lahn findet nun der Schulbetrieb in 9 unterschiedlichen Gebäuden auf insgesamt 7.310 m² Nutzfläche satt. In den mehr als 140 Jahren des Bestehens der Schule wurde immer wieder aus-, zu- und umgebaut. Mit dem nun vollendeten Umbau von 5 und der Neuerrichtung von 4 Gebäuden ist die Schulatmosphäre um gehöriges Stück Zukunft bereichert worden. Die zahlreichen Ehrengäste, darunter MR Dr. Helmut Moser vom BMBF, Landtagsabgeordnete Martina Pühringer, Präsident Fritz Enzenhofer, BH Ing.Mag. Alois Lanz, sowie zahlreiche Direktoren und Mitarbeiter des Landesschulrates für Oberösterreich waren sich einig: Die renommierte Bildungsstätte im inneren Salzkammergut hat würdige Räumlichkeiten erhalten und damit ihre Zukunftsfähigkeit am Standort gesichert.  

Der architektonische Grundgedanke des Gesamtentwurfs der Erweiterungsbauten ist, die bestehende lockere Bebauungsstruktur des südlichen Hallstatt fortzusetzen, die von kleinen Gebäuden gekennzeichnet ist und nur durch wenige große Bauwerke unterbrochen wird.

Entsprechend den  Ausbildungsschwerpunkten der Schule im Bereich Holzverarbeitung wurde Holz als primärer Baustoff eingesetzt. Für die Wahl des Werkstoffes waren auch Aspekte der Nachhaltigkeit, der Ökologie und der großen Beliebtheit des Materials im regionalen Umfeld ausschlaggebend. Zusätzlich ergeben sich durch die unterschiedlichen Holzkonstruktionen der Neubauten für Lehrer und Schüler Möglichkeiten des „angewandten Anschauungsunterrichtes“ auf dem eigenen Schulgelände.

Im Zubau des Theoriegebäudes wurden im exponiert gelegenen, transparent gestalteten Erdgeschoß die Schulbibliothek und im Obergeschoß zusätzliche Klassenzimmer untergebracht. Die Abschlussklasse der 4. Klasse Fachschule für Bildhauer wählte dazu passend ihre Projektarbeit „Kunst am Bau“: Jeder Schüler gestaltete einen Entwurf zum Thema „Bibliothek“ und fertigte diesen in Reliefform oder als freistehende plastische Arbeit. Die künstlerischen Objekte werden im Rahmen der Sommerausstellung zu besichtigen sein. 

Das Werkstättengebäude wurde seeseitig um mehrere Werkstätten und Unterrichtsräume erweitert. Der neu errichtete Pavillon, dem ein Salinenhaus weichen musste, bietet Platz für Aufenthaltsraum, Buffet, Garderoben und einen Veranstaltungsraum sowie eine Veranda als gedeckten Pausenfreibereich.

Anlässlich der Eröffnung wurde von Bildhauerschülern ein entsprechendes Logo entworfen und als Modell gebaut. Die Kopfsilhouetten stehen für Generationen  von Schülern unterschiedlichen Geschlechts und sozialer Herkunft -  als symbolhafte Darstellung ihrer lebenslangen Verbundenheit mit Hallstatt und der Schule sind sie wie Kettenglieder ineinander verschlungen. Die Buntheit der Silhouetten sowie die gewählten Farben stehen für die verschiedenen Abteilungen der Schule und sollen auf Grundwerte wie Tradition, Gegenwart und Zukunft hinweisen, wie sie sich auch in der alten und neuen Architektur der Unterrichtsgebäude widerspiegeln.

In der fast 150jährigen Geschichte stellt dieser Umbau einen Meilenstein dar,  der für die zukünftige Entwicklung der  Hallstätter Schule von richtungsweisender Bedeutung sein wird. (Fei, Prei)

24.10.2017

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