17.01.2015

Das Geheimnis der Konstruktion italienischer Violinen gelüftet?

Seit vielen Jahren wird im fachtheoretischen Unterricht an der HTL Hallstatt, Fachrichtung Instrumentenbau  die Konstruktion und das Design historischer Instrumente nachvollzogen und analysiert . Allerdings konnte keine schlüssige und einfach  Anwendung für die Violinen gefunden werden.


Unter der Leitung von Mag. Simone Zopf gelang des der 4. FKUI (Daniel Bierdümpfl, Sebastian Gabler, Knoll Markus, Fischer Bernard, Hanna Haslinger, Johannes Mayer, Mariella Schöngruber) in vorbildlicher  Teamarbeit im letzten Schuljahr in mühevoller Kleinarbeit , Licht in eines der spannendsten Kapitel des Instrumentenbaus zu werfen und eine bahnbrechende Entdeckung zu machen: Auf einem Lineal aus dem Nachlass Antonio Stradivaris konnte eine Maßeinheit nachgewiesen werden, die nach ihrem vermutlich ersten Anwender Andrea Amati , das Amati-Inch genannt wurde.  Nur mit Zirkel und Lineal konnte  nun eine Konstruktion für den Umriss der Violine, basierend auf konzentrischen Kreisen, gefunden werden. Zum ersten Mal können die Zusammenhänge und Möglichkeiten im Design der Violine und anderer Streichinstrumente sichtbar gemacht werden (Siehe auch : www.amati-inch.at)


Diese neuen Erkenntnisse konnte die Klasse  im Oktober  auf einem internationalen Kongress im Rahmen des Stradivarifestivals in Cremano, Italien präsentieren. Die Resonanz war sehr positiv , viele interessante Kontakte konnten geknüpft werden und es wird an einer Publikation der Forschungsergebnisse gearbeitet.

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amati-inch
ORF Beitrag - OÖ Heute
 
26.06.2017